9/10
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| Filmplakat |
Meine Meinung zum Film:
Als Riesenfan von Guillermo del Toro waren meine Erwartungen an den Film natürlich hoch und ich wurde nicht enttäuscht.
Zum Filminhalt:
Die Geschichte spielt im viktorianischen Zeitalter und handelt von der jungen Schriftstellerin Edith Cushing, die ihre erste Geistergeschichte veröffentlichen will. Dies sorgt jedoch in ihrem Umfeld für Verwunderung. Niemand kann sich erklären, warum sich die junge Frau so sehr für Geister interessiert. Sie wissen allerdings nicht, dass Edith als kleines Mädchen einen Geist gesehen hat. Als der gutaussehende Thomas Sharpe zusammen mit seiner Schwester Lucille in der Stadt auftaucht, gewinnt dieser schnell Ediths Herz. Doch sein Wohnsitz in England, welches auch Crimson Peak genannt wird, birgt schreckliche Geheimnisse, die niemand erfahren soll. Bald muss Edith um ihr Leben fürchten...
Crimson Peak ist eine Hommage an das Gothic Genre. Die typischen Merkmale sind die Erzeugung einer unheilvollen Atmosphäre durch düstere Landschaften, unterirdische Gewölbe und unerklärliche Ereignisse. All das begegnet uns in diesem Film. Del Toro schafft es wie immer meisterhaft dem Genre seinen eigenen und unvergleichlichen Stempel aufzudrücken. Wer sich schon einmal mit Del Toro beschäftigt hat, kennt seinen Hang zum Perfektionismus. Er schreibt die Geschichte, skizziert die dazu passenden Monster und Häuser in seinem Notebook, schreibt das Drehbuch und führt Regie. Wie Da Vinci schreibt er alles, was aus seiner Fantasie entspringt, detailgetreu auf. Allein schon deshalb gehört er zu den besten Regisseuren unserer Zeit. Es gibt niemanden der so vielseitig begabt ist wie Del Toro. Er geht keine Kompromisse ein und versucht jedes Mal seine Geschichte so auf die Leinwand zu bringen, wie er es für richtig hält.
Crimson Peak schafft es vier typische Horror-Merkmale* aufzugreifen und den Zuschauer gleichzeitig in eine wunderschöne morbide Welt zu ziehen. Prunkvolle Kostüme, ein grandioser Schauspielercast und ein Gruselhaus, welches eine Mischung aus Disneys The Haunted Mansion und dem Overlook Hotel ist (ja, es gibt eine Badezimmerszene), werden in diesen Film vereint. Del Toro bringt eine klassische Horror-Geschichte mit übernatürlichen Elementen auf die Leinwand, die den Zuschauer in ihren Bann zieht und gleichzeitig künstlerisch so ausgestaltet ist, dass sie die Schönheit der Poesie von Edgar Allan Poe besitzt.
*Das Lexikon der Horrorliteratur nennt in seinem Vorwort die folgenden fünf Merkmale für die Zuordnung einer Geschichte zum Horror Genre:
- Übernatürliches
- realistisch geschildertes Grauen (in den sogenannten Tales of Terror)
- psychologische Gruselkomponenten (z. B. Angstträume, Schilderungen von Wahnsinn und/oder Besessenheit)
- Science-Fiction-Gruselkomponenten
- Groteskes, Skurriles, Surreales, schwarzer Humor
Fazit: Trotz des etwas vorhersehbaren Plots 9 von 10 Filmklappen. Absolut sehenswert. Der beste Del Toro Film seit Pans Labyrinth.
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7 Fakten zum Film:
#1. Das Haus besteht aus drei Stockwerken, die alle ihren eigenen Charakter haben.
#2. Del Toro bezahlte einen massiven Kronleuchter zur Hälfte selbst, weil er den Produzenten des Films zu teuer war.
#3. Einige Möbel wurden in verschiedenen Größen angefertigt: Wenn ein Charakter im Film schwächer wird, wird die Einrichtung größer.
#4. Das Haus wurde in voller Größe für den Dreh gebaut, musste danach aber aus Platzgründen wieder abgerissen werden.
#5. Die meisten Effekte im Film sind handgemacht, sogar die Geister wurden von echten Schauspielern gespielt.
#6. Guillermo del Toro erlaubte keine Handys am Set. Wer trotzdem mit einem Telefon erwischt wurde, zahlte $5 Strafe. Das Geld wurde jeweils am Ende der Woche verlost – nachdem del Toro noch $500 obendrauf gelegt hatte.
#7. Guillermo del Toro verzichtete auf 30% seiner Gage, damit Crimson Peak in den USA keine Jugendfreigabe bekam und er im Schnitt seine „erwachsene“ Vision des Films zu 100% verwirklichen konnte.





